Die kleine Bärenfamilie

Die 2. Folge der Geschichte

 

5.  Arbeit

Das Frühstück auf der Arbeit mit Papa und den Arbeits-kollegen war viel interessanter als zu Hause.  Da wurden echte Männergespräche geführt, und Baby Bärer durfte mit vollem Mund sprechen. Das machten bei der Arbeit alle Kollegen von Papa so.

Es gab immer viel Verschiedenes zu essen. Die Butter- brotpakete lagen herum, die sich die Männer mitge-bracht hatten.Baby Bär bediente sich natürlich.

Er hatte gesehen, wie die Arbeitskollegen von Papa lachten, als er die Esspakete aufmachte. Niemand sagte, dass er das nicht durfte. Also war es erlaubt! Jedenfalls glaubte Baby Bär das.

Papa hatte auch noch nicht gemeckert deswegen.

 

6 WutNur Mama schimpft immer, wenn Bärchen mit Papa nach Hause kam. Sie sagte, die Männer wären keine guten Vorbilder für ihn und dass es nicht gut für ihn wäre mit zu gehen, weil er sofort die schlechten Tischmanieren annähme. Außerdem hätte er beim letzten Mal gebrochen.

Bärchen dachte: „ich weiß gar nicht, was sie hat, das bisschen kotzen kann doch jeder ’mal haben. Und der Kartoffelsalat war mir schließlich sooo lecker.“

Jetzt war Bärchen wütend: „Nur deswegen darf ich nicht mehr mitgehen!" dachte er. "Mit mir kann man es ja machen. Immer Zwei (Mama und Papa) gegen Einen (mich!!) Das ist nicht gerecht."

 

 

 

 

 

 

 

Jedes Jahr am 6. Dezember kommt der Nikolaus.

 

9 Nikolaus x

Mama Bär hatte gesagt,dass Bärchen seine Schuhe putzen und einen davon vor die Kinderzimmertür stellen soll , damit der heilige Nikolaus ein Geschenk hinein stellen kann.

"Warum eigentlich nur einen Schuh?", fragte Bärchen sich, "wo ich doch beide Schuhe so gründlich sauber gemacht habe! Ich habe doch auch zwei Füße!

Wenn Mama und Papa nicht so genau hinschauen, werde ich beide Schuhe hinstellen. Dann bekomme ich auch zwei Geschenke. Hoffentlich!"

 

 

 

 

 

 

 Am Nächsten Morgen wurde Bärchen wach. „Guten Morgen, mein kleiner Sohn,“ begrüßte Mama ihn.

„Guten Morgen, liebe Mama. Liegt jetzt draußen Schnee?“

„Ja“, lachte Mama, „steh schnell auf, das Frühstück ist schon fertig.“

„Mama, war der Nikolaus schon bei mir?“

„Ich weiß es nicht. Schau doch in deinem Schuh nach, oder habe ich vielleicht zwei Schuhe gesehen?“

„Hmm. Also, ich dachte . . . . . “,  stotterte Baby Bär

„Ja, ja, ich weiß. Und der Nikolaus kann auch Spaß verstehen. Nun komm schon!“

Mit einem Satz war Bärchen aus dem Bett und rannte zu seinen Schuhen. "O toll, hurra, der Nikolaus war da!", rief er erfreut.

„Guten Morgen, mein Sohn“, sagte Papa Bär, und Bärchen antwortete: „Sieh ’mal Papa, was ich Tolles bekommen habe.“

Mama und Papa freuten sich mit ihrem Liebling, der zählte auf, was der Nikolaus alles gebracht hatte: 

einen ganz langen, weichen roten Schal, einen dicken roten Apfel,
einen Weihnachtsmann aus Schokolade, Schokoladentaler und Plätzchen,
einen echten Fußball mit Luft und ein Spiel Mensch ärgere dich nicht.

Beide Schuhe waren gefüllt ! „Du musst ja doch ein lieber Junge sein“, sagte Papa. „Ja natürlich,“ stellte Bärchen fest. Er war ganz stolz auf sich, wo er doch so lieb war.

 

10 Waffeln x

Zum Kaffetrinken am Nachmittag sollte es Waffeln geben.

Bärchen holte die Schüssel und den Schneebesen, Papa schlug die Eier auf und stellte das Waffeleisen auf den Tisch.

Mama rührte das Mehl und alle Zutaten zum Teig. Löffelweise gab sie den Teig in das Waffeleisen.

Bald war ein herrlicher Duft im ganzen Haus, und die erste Waffel war fertig. Jeder bekam davon zwei Herzchen.

 

 

 

 Die Fortsetzung der Geschichte könnt ihr am 3. Advent lesen.

 

 

 

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